Meine persönliche Motivation zu dieser Seite
- Persönliche Beeinträchtigung im Beruf durch den nicht planbaren Dauerlärm.
In meinem Beruf als IT-Fachkraft bin ich auf hohe Konzentrationsfähigkeit angewiesen. Der Umgang mit komplexen Computersystemen und den unterschiedlichsten Problemen der Technik lassen Unkonzentriertheit nicht zu. Permanenter Lärm schadet der Konzentration, führt zu Stress, unnötig hoher Belastung damit schließlich zu sinkender Leistungsfähigkeit und in meinem Falle zu hohem Blutdruck, der während den Manövern messbar ansteigt.
- Fehlender Erholungswert der Freizeit.
Durch die willkürlich stattfindende Dauerberieselung mit tieffrequentem Schall (Dauerdröhnen bei Manövern)
ist eine Ausübung meines Hobbys zur Entspannung nur in den flugfreien Zeiten möglich. Als Musiker, der zuweilen an Klavier oder Gitarre ein paar Stücke einüben will und trotz geschlossenen Fensters mit den Nebengeräuschen von Kampffliegern konfrontiert wird, ist das hier jedenfalls nur am Wochenende Möglich.
Wenn man abends den Fernseher lauter machen muss als gewünscht oder im Urlaub nicht mal auf der Terrasse ein Buch lesen kann, muss man was tun ! In dem Sommerferien 2008 gab es nachweislich nicht einen einzigen Tag ohne stundenlange Manöver- im Gegenteil , es wurden neue Lärmrekorde aufgestellt. (sogar die Presse berichtete)
- Vermeidung von Beeinträchtigunen unseres Kindes
Als verantwortungsvolle Eltern sollte man Kinder vor Schaden bewahren. Das tut wohl jeder.
Der Lärm schadet nachweislich der kindlichen Entwicklung !
Wir konnten früher mal die Hausaufgaben bei schönem Wetter draußen im Garten machen, oder an einem ruhigen Platz im Wald.
Unserem 8-jährigen Sohn (3.Schuljahr) war das bis heute Wochentags noch nicht möglich !
Könnten Sie da konzentriert eine Klassenarbeit schreiben ? "Pisa" lässt grüßen !
Seit April 2008 wird fast täglich Morgens, Mittags und Abends teils mehere Stunden geflogen.
Das heist für Kinder hier in Namborn: Lärm in der Schule, Lärm bei den Hausaufgaben, Lärm beim Einschlafen
- Die Tatsache ein Haus in einer ruhigen, ländlichen Wohngegend, fernab von Autobahn, Bahnlinie und Industriegebiet gekauft zu haben um feststellen zu müssen, dass man sich genau mitten in einer Dauerlärmquelle befindet, der man nicht mehr ausweichen kann und ohne Informationen der zuständigen Politiker ausgesetzt wurde.
Hätte man uns eine Autobahn vor's Haus gebaut, bekämen wir bei gleichem Lärmpegel Entschädigung oder könnten verkaufen und wegziehen. Nur hier ist im Umkreis von 70 km keine Besserung zu erwarten.
- Die Überzeugung, dass Kriege, Kriegsübungen und Vorbereitungen zum Krieg anderer Nationen hier überhaupt nichts verloren haben.
Hinzu kommt natürlich das Gefühl, hilflos mit ansehen zu müssen, dass hier Stück für Stück ein sonst so wunderbarer Lebensraum wie das Nordsaarland mit all seinen touristischen Potentialen für eine Spielwiese der Militärs geopfert wird.
Ausschlaggebend zu der Web-Initiative war ein Erlebnis an Heilig Abend 2006:
Es spielte gegen 19 Uhr irgendwo weiter unten im Dorf ein Musikverein ein gefühlvoll Weihnachtslied. Unser Kind, meine Frau und ich standen auf dem Balkon und hörten der Musik zu.
Genau in diesem Augenblick bretterte ein startender Transporter aus Ramstein mit
(brachialem Triebwerksheulen)
in die Szene herein, so als ob man einem hier nicht mal an Weihnachten etwas Ruhe und Frieden gönnen wollte.
Von der besinnlichen Musik war jedenfalls nichts mehr zu hören und unser Sohn war sichtlich geschockt.
Ich bin kein sonderlich religiöser Mensch, aber es muss mir mal jemand erklären warum das sein muss !
Erst wird von November an täglich bis in die Nacht über einem "gekämpft" und dann noch nicht einmal zur Weihnachtszeit Rücksicht genommen.
Ich will nochmal betonen, dass alle Eindrücke, die hier vermittelt werden, persönlicher Natur sind und von meiner subjektiven Betrachtungsweise ausgehen. Ferner soll nicht der Eindruck entstehen, es lohne sich nicht hier zu leben oder den Urlaub zu verbringen. Deshalb sind alle Dokumentationen im Originalzustand, d.h. es wurden keine Tonverfremdungen vorgenommen.
Jeder kann und sollte sich selbst ein Bild machen !
Gerne stelle ich dazu auch die von mir gemachten Ton- u. Videoaufzeichnungen, sofern keine Rechte Dritter verletzt werden, zur Verfügung.
Distanzierung:
Ich will hier auch deutlich klarstellen, dass ich mich weder an Diskussionen über die Sinnhaftigkeit der hier stationierten Militärs noch an der Politik ihrer Herkunftsländer beteiligen will. Auch wünsche ich nicht an politischen Diskussionen und Parteigeplänkel beteiligt zu werden.
Ich erkenne ausdrücklich die Arbeit der Politiker, die sich für eine Verbesserung der Situation hier einsetzten an und respektiere die Meinung und Ansichten anderer, sofern Aussagen nicht von den hier aufgezeigten Fakten abweichen oder bewußt falsch gemacht sind.
Auch bitte ich um Verständnis für manche Bemerkungen in den Kommentaren. Nach 4-5 Stunden Theater am Himmel muß "es" oft einfach nur noch "raus".
Mir geht's ausschließlich um den Lärmterror, der durch diese Manöver verübt wird und ich will, dass das aufhört !
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